Es ist sehr ruhig am Rand von Charlottenburg, wo in einem Haus zwischen hohen Bäumen seit einigen Wochen der iranische Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan wohnt. Seine Frau Shala, sein Sohn Ashkan und er verbringen ihre Tage damit, ehrgeizig Deutsch zu lernen, herauszufinden, wie Berlin funktioniert, wohin man gehen kann, wenn man Unterhaltung sucht. Was das eigentlich ist. Wer sie besucht, will über Politik sprechen und darüber, wie es wohl weitergeht in Iran, welche Aussichten die Protestbewegung hat, jetzt, da Ahmadineschad endgültig als wiedergewählt gilt und die Prozesse gegen seine Gegner laufen. Ashkan verabschiedet sich dann, sobald die Höflichkeit es gestattet. Ungeheuer höflich sind sie alle drei.
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